Zwangsarbeit

Orte der Zwangsarbeit in Zschocher

Niederländische Zwangsarbeiter die in der Kurt-Kresse-Straße wohnten. Quelle: H. Tjekkema.

Auch in Zschocher gab es zahlreiche Zwangsarbeiter*innenlager. Ob in großen Baracken im jetzigen Volkspark Kleinzschocher untergebracht oder in Wohnhäusern. Die größten Lager fassten bis zu 1400 Personen. Die Einsatzorte waren im industriell geprägten Südwesten von Leipzig vielfältig. Die Geschichte der Zwangsarbeit in Leipzig während des Nationalsozialismus ist eine der vielen vergessenen Aspekte dieser unmenschlichen Zeit.

Je nach Herkunft und der damit einhergehenden Rassifizierung durch die Nationalsozialisten wurden die Zwangsarbeiter*innen unterschiedlich behandelt und untergebracht. Nicht wenige von ihnen starben einen grausamen Tod, nachdem sie aus verschiedenen Gründen zur Zwangsarbeit nach Deutschland verschleppt wurden.

Dies passierte oft vor den Augen der Bevölkerung, die täglich beobachten konnten, wie Menschengruppen zu den Produktionsstätten geführt wurden.

Die Gedenkstätte für Zwangsarbeit hat umfangreiches Material zu Zwangsarbeiter*innen in Zschocher archiviert. Unter anderem ein Buch über das sogenannte „Holländerlager“ in der heutigen Kurt-Kresse-Straße

In dem Buch „Sie kam aus Mariupol“ erzählt Natascha Wodin die Geschichte ihrer Mutter, die als Zwangsarbeiterin in Großzschocher Flugzeugteile montieren musste.

Ergänzend zu dem Thema bieten wir noch einen kleinen Stadtteilrundgang zu dem sogenannten „Polenlager“ im Volkspark Kleinzschocher mit einem Zeitzeugen an.

Mehr Informationen findest du hier: