Arbeiter*innenbewegung

Die Arbeiter*innenbewegung der Weimarer Republik in Zschocher

ArbeiterInnen in Kleinzschocher bei einer Solidaritätskundgebung. Quelle Stadtgeschichtliches Museum Leipzig SGM/F/550/AB

Zur Zeit der Weimarer Republik war Zschocher „rotes“ Viertel, die meisten Einwohner*innen waren Arbeiter*innen und ein nicht unerheblicher Teil davon war politisch organisiert.

Manche der Arbeiter*innen hatten sich auch in den schwierigen Zeiten der Wirtschaftkrise in die Kleingärtenanlagen niedergelassen um dort billiger wohnen zu könne, teilweise wurde nach 1933 dort auch der Widerstand gegen den NS organisiert. In zahlreichen Arbeitersport-vereinen ging man der körperlichen Ertüchtigung nach. Auch der FC Blau-Weiß Leipzig hat seine Wurzeln in der Arbeiterbewegung.

In den Parteibüros ( z.B. dem Büro der KPD auf der Dieskaustraße) wurden Versammlungen abgehalten und Abends traf man sich auf ein Getränk in der Kneipe.

Illustration: „Der jüngste von elf“ Peter Graetz

In dem Buch „Der jüngste von elf“ von Peter Graetz wird detailliert das Leben der Familie Graetz, einer Arbeiterfamilie in der Dieskaustraße von 1910 bis 1933 beschrieben. Laut Wikipedia lebt der Autor noch, höchste Zeit ihn zu seinen Quellen für sein Kinderbuch zu befragen.

Alber Henning Quelle: Galerie Transit Plauen

Ebenfalls aus Zschocher stammt der Bauhaus Künstler Alber Henning, der mit seiner Kamera das Alltagsleben in Leipzig festhielt und in der Arbeiterbewegung aktiv war. Seine zahlreichen Fotos geben einen außergewöhnlichen Einblick in das Alltagsleben der Leipziger*innen in der Weimarer Republik.

Zum Arbeitersportverein „Fichte West„, der sich 1928 als Sportverein der KPD in Großzschocher etablierte gibt es in den Archiven der Stadt Dokumente und Fotos .

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