Wer war Lixer und warum berufen wir uns auf ihn?

Karl Iljitsch Hauke (geb. 1928), „Lixer“, war als Schüler Mitglied des Internationalen Antifaschistischen Komitees (IAK) in Leipzig. Er wohnte mit seiner Familie bei den Meyerschen Häusern in der Ratzelstraße und kam auf seinem Schulweg während des 2. Weltkriegs regelmäßig an Zwangsarbeiterlagern in Plagwitz vorbei.

Er versorgte die Gefangenen mit Nahrung, Medikamenten und Informationen über den Kriegsverlauf. Durch Flugblätter des Antifaschistischen Komitees konnten sich die Lager untereinander und mit deutschen Antifaschist:innen vernetzen.

Es gab Pläne für einen bewaffneten Aufstand in Leipzig, die bis zu 8.000 Personen aus 70 Arbeitslagern einschlossen.

1944 wurde die Gruppe gesprengt und u.a. wegen Hochverrats verhaftet und misshandelt. Der Familie Hauke gelang als wenigen der Mitglieder die Flucht.

Im Frühjahr möchten wir euch mit der Frau von Lixer bekannt machen!

3 Antworten auf „Wer war Lixer und warum berufen wir uns auf ihn?“

  1. Meine Mutter ist unlängst in hohem Alter in Leipzig gestorben. Da sie schlecht sah, schrieb mein Vater eine Kurzbiographie ihres Lebens vor der Geburt meiner Schwester und mir. Darin steht, dass Lixer, nach dem gefahndet wurde, nacheinander von meiner Mutter und ihrer Schwester, meiner verstorbenen Tante, versteckt wurde. Meine Tante leistete schon zuvor politischen Widerstand gegen das Nazi-Regime. Das wurde später durch ein bis heute erhaltenes Ehrengrab auf dem Südfriedhof in Leipzig anerkannt. Ich glaube, mein Vater würde sich freuen, wenn er Lixers Frau treffen könnte, obwohl er und meine Mutter seinerzeit noch nicht zusammen waren. Auch ich würde gern Näheres über diese Zeit erfahren.

    1. Lieber Jochen, danke für deine Nachricht.
      In der Gedenkstätte für Zwangsarbeit in der Permoser Straße findest du detaillierte Infos über Karl Hauke (Lixer). (Besuch nur mit Vor-Anmeldung).

      Sobald Präsenzveranstaltungen wieder unbedenklich sind, plant der Lixer e.V. einen Austausch mit Lixers Familie. Du wirst darüber über diesen Blog/Website erfahren.

      Natürlich freuen wir uns auch, wenn du uns die betreffende Passage der Kurzbiographie zugänglich machst. >> lixer@riseup.net

      Liebe Grüße,
      Nora Lixer e.V.

    2. Sehr geehrter Herr Rötzler,
      ich schreibe gegenwärtige meine Dissertation zu kommunistsichen Widerstandsgruppen in Leipzig und deren Vernetzung. Leider nennen sie keine Namen aber dem Von text entnehme ich, dass ihre Familie vielleicht noch einige wichtige Informationen für mich hätten. ich würde mich sehr freuen von Ihnen zuhören.
      Mit freundlichen Grüßen
      Jasmin Trinks

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